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Designprinzipien

Status: Entwurf

Leitlinien für die Workbench-Oberfläche. Sie formen die Entscheidungen im Design-System und in den einzelnen Screens.

1 · Workbench statt Formularmaske

Die Plattform ist ein kreatives Labor, kein klassisches CRUD-Werkzeug. Erkenntnisse darüber, was sich für ein Mandat lohnt, entstehen durch Probieren — die Oberfläche muss das Probieren belohnen, nicht bestrafen. Tabellen, CRUD-Dialoge und Dashboards sind Beilage, nicht Hauptgang.

Konsequenz: Module werden per Drag-&-Drop gewählt, Annahmen per Slider variiert, Szenarien-Vergleiche stehen nebeneinander, alles re-rechnet live.

2 · Doppelte Wirtschaftlichkeitssicht jederzeit greifbar

Pro Mandat existieren zwei Cashflows — Eigentümer und Holding — auf demselben Datensatz. Beide Sichten müssen ohne Modus-Umschalter sofort verfügbar sein. Der Vertriebsmodus mit Doppelbildschirm setzt das in Reinform um (siehe 30-interaction-patterns/01-vertriebs-doppelbildschirm.md).

3 · Modulares Mandats-Modell sichtbar machen

Es gibt kein Pflichtmodul. Die Oberfläche darf den Eigentümer nicht zum 360°-Paket drängen. Modul-Auswahl ist additiv, einzelne Module rechnen eigenständig, fehlende Module rechnen einfach nicht mit. Die UI zeigt jederzeit „du buchst gerade X, Y und Z — daraus folgt …“.

4 · Notch als Brand-Detail, keine Volltapete

Die ad-hoc-typische Asymmetrie (oben-rechts gerundet, unten-rechts spitz) trägt das Marken-Detail in Buttons und Karten. Großflächige Brand-Farben oder ganze farbige Border-Stripes werden vermieden — Brand-Akzente sitzen punktuell (z. B. Corner-Notch oben-links 14×14 px in Tochter-Brand-Farbe).

Detail siehe 10-design-system/03-card-highlights.md.

5 · Tabellen-Ergonomie mit Notch-Maß

Datentabellen, Filterleisten, Action-Buttons orientieren sich an der dichten Variante des Design-Systems. Wichtig: monospaced Zahlen für Cashflows, klare Spalten-Alignment-Regeln (rechts für Geld, links für Text), Hover-Zustände konsistent. Lange Datentabellen sollen nicht scrollen, sondern sortieren und filtern.

6 · Eingebauter Feedback-Loop

Jeder Screen hat eine Feedback-Affordance. Ein Nutzer-Stimmungsbild („mach mir bitte ein Ticket, das geht nicht”) fließt direkt in einen Prompt-Proposal-Workflow — Mensch validiert, dann Entwicklungs-Agent. Siehe 30-interaction-patterns/02-feedback-prompt-proposal.md.

7 · Keine 5-Sterne-Bunker

Kostenbewusst gestalten. Der Workbench-User darf nicht das Gefühl haben, mit einer überteuerten SaaS zu arbeiten. Klare Typografie, ruhige Farbflächen, sparsame Animation, keine Hero-Sliders, keine 3D-Marketing-Decken. Performance vor Optik — die Workbench muss auch im Vertriebsgespräch live bleiben.

8 · Sprachsteuerung mitdenken (V2)

Stufe 7 der Plattform-Reifegrade ist Sprachsteuerung („Füge eine Zeile für Telekommunikation ein”). Die UI soll sich so strukturieren, dass jede klickbare Aktion einen klaren, kurz benennbaren Befehlsnamen trägt — auch wenn V1 noch ohne Voice auskommt.

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