Nicht-Ziele
Status: Entwurf
Was die Workbench in V1 (und teils auch V2) bewusst nicht leistet. Nicht-Ziele schützen Scope und Zeitplan.
Funktional
- Kein Liegenschafts-Ankaufs-Tool für die Holding. ad hoc kauft keine Liegenschaften — die Holding bietet Mandats-Leistungen an. Investorische Kaufentscheidungen (z. B. Eigentümer prüft den Erwerb eines Bestands) können über einen separaten Renditerechner-Case abgebildet werden, sind aber nicht der Standard-Workflow.
- Keine Buchhaltung / kein ERP-Ersatz. Forderungen, Verbindlichkeiten, GuV bleiben in der bestehenden Buchhaltungslandschaft (DATEV / SAP / o. ä.). Die Workbench nimmt Werte aus der Buchhaltung auf, sie ersetzt sie nicht.
- Keine CAD- oder BIM-Integration. Gebäudegeometrie wird nicht modelliert. Pläne / Schnitte sind Anhänge.
- Kein Mieter-Self-Service-Portal. Mieterkommunikation, Schadensmeldung, Mieterabrechnung bleiben in den Apps der Verwaltungs-Tochter. Auch das perspektivische Mieter-Access-Modul (Internet/IoT durch AHC) liefert die Workbench nicht als Endkunden-UI — sie konfiguriert nur das Modul für das Mandat.
- Kein operatives Smart-Metering-System. Verbrauchswerte werden importiert oder verlinkt, nicht selbst gemessen.
- Kein generischer Vertragsverhandlungs-Assistent. Verträge werden referenziert und Konditionen abgebildet, aber nicht generiert oder unterschrieben.
- Kein klassisches CRM. Kontakte werden gepflegt, soweit für Eigentümer, Provider und Mieter nötig — kein Vertriebs-Pipeline-Management mit Lead-Scoring etc.
Technisch
- Keine Multi-Tenant-SaaS in V1. Eine Instanz pro Kundenorganisation. Die generische MDM-Spec (
docs/spec/30-domain-model/17-tenant.md) trägt zwartenant_iddurchgängig, V1 läuft auf Default-Tenantpublic. Echte Multi-Mandanten-Operations ist Phase 2+. - Keine offene Public API für Drittparteien. REST-API ist intern und für die UI bestimmt. White-Label-API kommt frühestens in einer SaaS-Phase.
- Kein Echtzeit-Streaming. Verbrauchsdaten / Sensoren werden batchweise importiert, nicht im Sekundentakt gestreamt.
- Keine On-Premises-Variante in V1. Self-Hosted ist als Betriebsmodell vorgesehen (siehe
projektmike/output/gettingtoyes/zielarchitektur.md), aber V1 fokussiert Managed. - Keine Mobile-Apps in V1. Web-First, responsive. Native iOS/Android später.
Datenhoheit
- Keine Cross-Tenant-Sichten. Eine Holding sieht nur ihre Daten. Föderierte Holdings (Holding-Verbund) sind kein Use-Case.
- Keine Veröffentlichung von Daten an Hyperscaler. Hosting auf Hetzner, Modelle wahlweise via API (Anthropic / OpenAI) oder lokal (Ollama). Foundation-Modelle sind die einzige Stelle, wo Daten die eigene Infrastruktur potentiell verlassen — wird über Modus-Schalter (lokal vs. extern) kontrolliert.
Workflow
- Kein automatisches Auslösen rechtsverbindlicher Vorgänge. Ein freigegebener Case löst keinen automatischen Vertrag, keine automatische Bestellung aus. Die Umsetzung ist immer eine separate menschliche Handlung.
- Kein Hard-Delete für Anwender. Soft-Delete + Archivierung ist Default. Hard-Delete bleibt Admin-Werkzeug, in der Regel nur DSGVO-getrieben.
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